FANDOM


B82295581Z.1 20120908183055 000-GMF8DAPA.2-0.jpg gallerylarge

Andreas Erich Beurmann († 24. April 2016) war deutscher Musikwissenschaftler und Mitbegründer des Hörspielverlages Europa und ist am 12. Februar 1928 in Zoppot im heutigen Polen geboren.

Leben

Andreas E. Beurmann studierte Musikwissenschaft und Physik an den Universitäten Köln und Göttingen. Dort wurde er 1953 mit der Dissertation Die Klaviersonaten Carl Philipp Emanuel Bachs zum Dr. phil. promoviert. 1961 gründete er zusammen mit Wilhelm Wille und David L. Miller die Tonträgerfirma Miller International. Kurze Zeit später entstand das Hörspiellabel Europa. Die Idee für den Labelnamen begründete sich auf dem damals noch in den Anfängen befindlichen europäischen Vereinigungsprozess, der ihm bis heute eine Herzensangelegentheit ist. Das Europa Markenzeichen, mit seinem damals noch rechteckigen Rahmen hat er selbst bis zur Druckreife angefertigt.

In dieser Zeit begann Beurmann mit dem Aufbau einer bedeutenden Sammlung historischer Tasteninstrumente. Zu sehen davon sind einige Stücke im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Er hatte zudem eine Professur an der Universität Hamburg inne.

1979 heiratete Beurmann Heikedine Körting, die unter anderem als Regisseurin der Europa-Kinderhörspiele tätig ist. Zusammen restaurierten sie die historische Gut Hasselburg in Ostholstein mit der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Wasserburg, die um 1700 in ein repräsentatives Herrenhaus umgewandelt wurde. Die von Beurmann wiederhergestellte große Gutsscheune steht dem Schleswig-Holstein Musik Festival zur Verfügung.

Unter den Sammelpseudonymen, die unter anderem auch für die Musik von Carsten Bohn verwandt wurden, komponierte Andreas E. Beurmann Melodien für die Europa-Hörspiele. Unter dem Namen Hans Meinhardt arbeitete er auch als Sprecher. Seine bekannteste Rolle war die des Onkel Titus bei Den drei ???.

Sonstiges

  • Merkwürdigerweise nutzt Karl-Ulrich Meves bei der Phantomsee ebenfalls das Pseudonym Hans Meinhardt. Möglicherweise wurde die Rolle noch kurzfristig umbesetzt oder das Pseudonym wurde erst später für Beuermann eingesetzt.

Schriften (Auswahl)

  • Die Klaviersonaten Carl Philipp Emanuel Bachs. Dissertation, Göttingen 1953
  • zusammen mit Heikedine Körting: Märchentraum Hasselburg. Lübeck 1998, ISBN 3-925402-01-2
  • Klingende Kostbarkeiten. Tasteninstrumente der Sammlung Beurmann, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Schümann-Flügel. Lübeck 2000, ISBN 3-925402-93-4
  • Historische Tasteninstrumente: Cembali, Spinette, Virginale, Clavichorde. Die Sammlung Andreas und Heikedine Beurmann im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. München, London und New York 2000, ISBN 3-7913-2309-1
  • Das Buch vom Klavier. Olms-Verlag, Braunschweig, Zürich, New York 2007, ISBN 978-3-487-08472-5

Daneben veröffentlichte Beurmann zahlreiche musikwissenschaftliche Beiträge in Fachpublikationen, darunter dem Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft.

CDs (Auswahl)

  • Historische Tasteninstrumente: Cembali, Spinette und Virginale. Nr. 1–31. Andreas Beurmann im Barocksaal zu Hasselburg. Musikverlag Heikedine Körting, Hamburg. 74321 34127 2
  • Historische Tasteninstrumente: Cembali, Spinette und Virginale. Andreas Beurmann. Werke von Bach, Händel, Mozart und Meistern des 16.–18. Jahrhunderts. Musikverlag Heikedine Körting, Hamburg. 42424
  • Cembalo-Festival. Musik für 3–5 Cembali. 15 historische Original-Instrumente. Andreas Beurmann im Barocksaal zu Hasselburg. Musikverlag Heikedine Körting, Hamburg. 4.2426

Literatur

Weblinks

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki