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Diese Seite bietet eine kurze Übersicht über verschiedene Konzepte und Stilmittel in Kriminalliteratur und -film.

Whodunit

Whodunit (auch Whodunnit) beschreibt das häufig verwendete Konzept der allmählichen Aufklärung eines Verbrechens und der Suche nach dem oder den Tätern. Es ist das wohl am meisten verwendete Konzept in Kriminalromanen und -filmen. Bei dem Begriff Whodunit handelt es sich um die phonetisch geschriebene Frage Who done it? (kurz für Who has done it?), zu Deutsch „Wer hat es getan?“.

Am Anfang eines Whodunit-Romans steht in der Regel ein schweres Verbrechen, häufig ein Mord. Der oder die Ermittler stehen oft vor dem Problem, zunächst die Identität des Opfers klären zu müssen, um dann das Motiv des Täters zu ergründen. Der Leser bzw. die Zuschauer begleiten den Ermittler bei der Arbeit und werden so dazu animiert, selbst Vermutungen darüber anzustellen, wer die Tat begangen haben könnte. Die Auflösung erfolgt in den meisten Fällen erst gegen Ende des Buches bzw. Films, sofern nicht beispielsweise mehrere Fälle miteinander verknüpft sind. Damit ein Whodunit funktioniert, müssen das Setting begrenzt sein und es nur eine begrenzte Anzahl an Verdächtigen geben, die oft in engem Kontext mit dem Opfer standen. Am Ende wird der Fall vollständig und in Anwesenheit der Verdächtigen für das „Publikum“ entschlüsselt, der Verbrecher wird enttarnt.

MacGuffin

MacGuffin ist der von Alfred Hitchcock geprägte Begriff für mehr oder weniger beliebige Objekte oder Personen, die meist dazu dienen, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben, ohne selbst von besonderem Interesse zu sein.

Die meisten Fälle der Originalserie verwenden MacGuffins – die drei ??? werden wegen etwas Banalen von Hitchcock angerufen, sei es einer Katze, einem entflohenen Papagei, einer flüsternden Mumie etc.. Dies tritt aber während der Geschichte in den Hintergrund und es entwickelt sich der eigentliche Fall. So wollen Justus, Peter und Bob im Fall Das Gespensterschloss nur eine geeignete Kulisse für Hitchock suchen – als sie diese aber gefunden haben, geht es nicht mehr darum, sondern sie wollen das Rätsel des Schlosses lösen.

Howcatchem

Das Howcatchem-Konzept (How catch 'em?, zu deutsch: Wie sie fangen?) ist das Gegenstück zu Whodunit. Dem Leser bzw. Zuschauer ist der Täter bereits von Anfang an bekannt, der Reiz liegt darin, zu verfolgen, wie der Ermittler dem Täter auf die Spur kommt. Oft wird die  Geschichte aus der Sicht des Täters erzählt, wobei seine Motive dabei dem Zuschauer ebenso nachvollziehbar geschildert wurden wie die des verfolgenden Detektivs. Die Sympathien können aufgrund der Erzählperspektive zum Täter hin verschoben werden.

Thriller

Beim Thriller (von englisch to thrill, ,mitreißen‘, ‚fesseln‘) steht statt des Rätsels um den gesuchten Täter die Gefährdung des Helden im Mittelpunkt. Im Gegensatz zur klassischen Detektivgeschichte wird der Ermittler im Thriller zum Ziel des Täters. Stellt er im Detektivroman eine unantastbare Person dar, muss er im Thriller um sein Leben fürchten und sich nicht selten handgreiflich gegen seine Widersacher durchsetzen. Es wird dadurch zusätzliche Spannung erzeugt, dass der Leser mehr weiß als der Protagonist. Ein Thriller kann also nie in der ersten Person geschrieben sein, sondern immer nur aus Erzählersicht. Der Thriller wird weit mehr von Action- und Horror-Elementen des Filmgenres geprägt als der klassische Detektivroman.

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